Dorfbegehung HNA-Bericht vom 18.06.2014

Ein Hufeisen zum Abschied

Fuldatal. Zum Ende des knapp eineinhalbstündigen Schnelldurchgangs musste Rainer Haldorn, Sprecher des Simmershäuser Arbeitskreises, die Kommissionsmitglieder des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft!“ zur Eile antreiben. Für die letzte Station, die zum „Haus der Begegnung“ mit Millionenaufwand und viel Eigenleistung umgebaute Schule und neuestes Schmuckstück des Ortes, blieben nur noch wenige Minuten.

Foto: Dilling

Wassererlebnishaus präsentierte sich am Bach: Prüfer Karl-Heinz Fiege (rechts) verfolgt amüsiert, wie engagiert die Kinder das Wasser der Espe untersuchen. Foto: Dilling

 

Doch die Zeitnot ist vielleicht auch ein gutes Omen. Denn zuvor hatten sich die Prüfer viel Zeit genommen, um das Dorfleben kennenzulernen. Das fing in der Grundschule an, wo Kinder der Musikschule Chroma sie mit Liedern auf der Blockflöte empfingen und Schulleiter Achim Kessemeier die Vorzüge der Lernlandschaft, des gemeinsamen Lernens von Schülern verschiedenen Alters schilderte.

Weiter ging es zur Kirche, wo Jungschar-Kinder warteten. Kinder begegneten der Kommission auch in der Kita und später am Ufer der Espe. Dort präsentierte Klaus Memmen die Arbeit des Wassererlebnishauses. Die Botschaft, dass Simmershausen für die junge Generation etwas zu bieten hat, kam dabei offensichtlich bei den Prüfern an.

Station im Dorfladen

Länger Station machten sie im Dorfladen, wo sie dessen Inhaber Thomas Meyer mit gesunden Schnittchen, ahler Wurscht und Milch empfing. „Ich arbeite hier 70 Stunden die Woche und es macht mir großen Spaß“, sagte er den vier Prüfern. Renate Humburg vom Landfrauenverband war sichtlich beeindruckt, mit welchem Elan Meyer versucht, den Umsatz weiter zu steigern und die fünf Arbeitsplätze zu halten.

In der Schmiede an der Espe blieb die Kommission längere Zeit „hängen“. Bürgermeister Karsten Schreiber griff selbst zum Schmiedehammer. Und Schmied Teofil Herrmann geriet mit dem Prüfer Rolf Klute, ein Mann vom Fach, ins Fachsimpeln. Für Klute gab es dann ein Hufeisen als Souvenir. Am Ende hatten die Simmershäuser zufriedene Gesichter: Simmershausen, ein lebens- und liebenswertes Dorf. Diese Botschaft kam offensichtlich gut rüber.

Von Peter Dilling

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